2. - 5. November 2017

Bauplan des Guten

- ein tibetisches Sand-Mandala live in Potsdam


Kunsthaus sans titre

Französische Straße 18

14467 Potsdam

 

Eintritt frei

um Spenden für die das Kloster Drepung in Südindien wird gebeten.


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Sand-Mandala November 2017
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Programm:

Empfehlung: Die Mönche beginnen und beenden die tägliche Arbeit am Mandala mit einem kurzen Ritual - sehr sehens- und hörenswert!

 

 

Do 02.11.

Fr 03.11.

Sa 04.11.

So 05.11.

11-19:00 Uhr

 

Mandala

 

 

11-19:00 Uhr

 

Mandala

11-19:00 Uhr

 

Mandala

11-16:00 Uhr

 

Mandala

 

 

16:00

Vortrag

 

Sinn und Bedeutung

von Mandalas

 

 

14:00 Uhr Vortrag

 

Sinn und Bedeutung

von Mandalas

 

Die Mönche machen von

13 – 14 Uhr

Mittagspause,

das Mandala kann dennoch durchgehend

besichtigt werden

 

Die Mönche machen von

13 – 14 Uhr

Mittagspause,

das Mandala kann dennoch

durchgehend

besichtigt werden

17: 00 Uhr

 

Die Technik des Mandala

Workshop zum Selbst-Ausprobieren

unter Anleitung eines Mönches

 

 

 

15:00 Uhr

 

Die Technik

des Mandala

Workshop zum Selbst-Ausprobieren

unter Anleitung

eines Mönches

 

 

20:00 Uhr

 

Segen und Reinigung

 

Gesungenes

Ritual der Mönche

16:00 Uhr

 

Feierliche  Auflösung

des Mandalas

 

 

 




Auflösung des Mandala - Symbol für Transformation aller Dinge und auch bewusste Dekonstruktion

 

Viele Besucher erschüttert die finale Zerstörung des Mandalas, die jedoch wesentlich zum Ritual gehört: Nach Tagen mühevoller Arbeit, großer Konzentration und Anstrengung wird das herrliche Werk aufgelöst, mit dem Vajra-Zepter zerschnitten und zu einer formlosen bunten Sandmasse zusammengefegt. So ergeht es in der Natur allen Geschöpfen und Strukturen. Die Welt ist "Grundlage für Zerfall", so sagt es das tibetische Wort für Welt, 'jig ten, deutlich. Diese Tatsache sorgt für viele Leiden und Verlustängste, aber in Vergänglichkeit liegt auch ein Trost: die Dinge müssen niemals bleiben, wie sie sind. Alles kann sich erneuern und transformieren. Und nichts kann vollkommen verschwinden. Mit dem richtigen Wissen lässt sich ein Zirkelschluss geistiger Freiheit und vollkommenen Friedens erreichen - das Ziel des buddhistischen Weges. Und daher ist die eigentliche Bedeutung der Auflösung des Mandalas nicht "Vergänglichkeit", sondern eine bewusste Dekonstruktion nach der Errichtung des Baus aus Geist im eigenen Inneren.


(Bild oben: Fotograf nicht bekannt,

Bild links: Joachim Habekost, Bremen)

 

Die Übergabe des Sandes an ein fließendes Gewässer

 

In einer Gebets-Zeremonie werden die Naturgeister, die Nagas, angerufen, und um Schutz und Unterstützung für die Bewohner des Landes gebeten. Gute Ernten, ausgewogenes Wetter, Harmonie, Wohlstand und Frieden sollen sich für alle Wesen einstellen.

 

 

Der Segen des mit den erleuchteten Kräften und den guten Wünschen der Zuschauer behafteten Sandes soll sich mit dem Wasserkreislauf in alle Richtungen verteilen und rumdum Glück bewirken.

Mögen alle Wesen Glück erlangen!

Sarva mangalam!

 

 

Die Mönche aus Drepung

Das Mandala wird gefertigt von einer Gruppe Mönche aus dem Exilkloster Drepung in Indien.

Drepung ist eines der drei großen Klosterkomplexe der tibetischen Gelugpa-Linie, der auch S.H. Dalai Lama angehört. Nach der Zerstörung der Klöster in Tibet während der Kulturrevolution, errichteten die Mönche als Flüchtlinge im Exil in Indien ihre Ausbildungsstätten nach besten Kräften unter schwierigsten Bedingungen neu. Die anspruchsvollen buddhistischen Studien benötigen lange Jahre intensiver Anstrengung. Sie umfassen ein über 2000 Jahre altes Wissen, und die tibetischen Klosteruniversitäten bewahren die Höhepunkte der buddhistischen Philosophie des antiken Indien in einzigartiger Weise als kulturelles Menschheitserbe.

 

Da die Kloster-Universitäten dringend Unterstützung benötigen und die Mittel der tibetischen Laiengemeinschaft in der Exilsituation äußerst begrenzt sind, entschloss sich die Klostergemeinschaft, einen Teil des lebendigen Erbes buddhistischer Kunst , die gestreuten, farbigen Sand-Mandalas, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Menschen, denen die Schönheit und symbolische Tiefe dieser faszinierenden Gebilde etwas bedeutet, können den Erhalt dieser Klöster mit freiwilligen Spenden unterstützen – grundsätzlich ist das ganze Ritual und der damit verbundene Segen ein Geschenk.


Ritual „Segens – Regen“

 

Samstag, 4. November 2017 Kunsthaus sans titre

20:00 Uhr

 

Das Ritual „Segens-Regen“ dient dem Anhäufen glückbringender Potentiale, besonders für diejenigen, die daran teilnehmen, aber auch für die, an die man während des Rituals intensiv denkt. Die Mönche folgen mit ihren Gesängen und symbolischen Darbringungen einem überlieferten zeremoniellen Ablauf, in dessen Verlauf sich positive Schwingungen zusammenballen, um am Ende wie Regenwolken ihre glückbringende Kraft herabzuregnen. Die Teilnehmer können den Effekt verstärken, indem sie während des Geschehens sich auf gute und liebevolle Wünsche konzentrieren, sich Glück für die Welt ersehnen, und in sich alle vorhandenen negativen Gedanken loslassen und aufgeben.

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen vom Kunsthaus sans titre für die freundliche Zusammenarbeit und Unterstützung!