Aktuelle Veranstaltungshinweise



Meditation im Februar:

Grundlehren des Buddhismus

immer dienstags, 19:30 Uhr

Dortustr. 66 I 14467 Potsdam

im Hinterhof ganz rechts...

 

Kosten: Auf Spendenbasis

(Spende von ca. 5 € empfohlen)

 

 

 Termine im Dezember: 4. I 11. I

am 18. mit Gen Palden Öser...

 

Wir beschäftigen uns mit essentiellen Inhalten des Buddhismus: Vergänglich, unbefriedigend, leer von einer Eigennatur - diese drei Charakteristika aller Phänomene kennzeichnen jedes Objekt der Betrachtung, und sie betreffen auch das Phänomen "Ich". Was bedeutet das, und inwieweit führt ausgerechnet das tiefe Begreifen dieser nicht so "fröhlichen" Tatsachen zum inneren Frieden, zum Glück? Die buddhistischen Grundtexte geben Hinweise, und deshalb ist es gut, sie zu kennen. An den kommenden Dienstagen werden wir uns eingehend mit diesen Inhalten beschäftigen.

 

 



26.02 I 19:30 Uhr

 

Unterweisungen mit

Geshe Palden Öser

zum Lehrtext:

UDANAVARGA - Verse, die den Geist erheben

 

Die Vers-Sammlung des südlichen Buddhismus mit Namen Dhammapada ist vielen auch im Westen mittlerweile bekannt. Die nördliche Sanskrit-Tradition birgt ebenfalls solch einen Schatz tiefgründiger philosophischer und poetischer Verse zu grundlegenden Fakten des Daseins und der buddhistischen Lehre, die bedenkenswert sind. Das antike Werk wurde schon früh ins Chinesische und später auch ins Tibetische übersetzt. Etliche der Verse finden sich auch im Dhammapada. Sie werden wegen ihrer Prägnanz häufig rezitiert und eignen sich ideal für tiefere Betrachtungen und Medtationen.   Geshe Palden Öser wird die Verse lehren und kommentieren, um ihren Gehalt in allen Facetten zum Funkeln zu bringen.

 

Ort: Dortustraße 66 im Hinterhof rechts, 14467 Potsdam

 

Weitere Termine mit Geshe Palden Öser  im ersten Halbjahr 2019 :

 

26. 3. I 23. 4. I 28. 5. I 25. 6.

 

 


"Yoga mit Jutta"

 

Meditation und Yoga mit Jutta Freiberg

 

Die Zeiten für 2019 werden bekannt gegeben!

Dann in neuen Räumen...

 

Entspannung und Konzentration

 

Gezielte Yoga-Übungen, die Meditation begünstigen, bestimmten meditativen Hindernissen entgegen wirken und den Körper mit seinen Energiebahnen vorbereiten, werden gemeinsam geübt, und ihre Wirkung dann in Form von Körper-Achtsamkeits-Meditationen zur Anwendung gebracht.

 

Lockere Kleidung ist hilfreich!


Blog:

 

Ernsthaftigkeit mit Gelassenheit, Freundlichkeit und Humor

 

Ein westlicher Philosophie-Dozent machte neulich die Erfahrung: Bereits die Angabe, dass er sich aus privatem Interesse mit buddhistischer Philosophie befasse, brachte ihm befremdende Seitenblicke und massive Abwehr von Kollegen ein. Die Heftigkeit der Reaktionen überraschte ihn. Zugegeben es fällt schwer, sich daran zu gewöhnen, für geistig nicht voll zurechnungsfähig gehalten zu werden, nur weil man sich mit einer indischen Lehre der Antike befasst, die eine große Bedeutung für die gesamte geistige Kultur Asiens hatte und immer noch hat - der Kultur von Milliarden von Menschen. Studierte man Aristoteles oder Platon, würde einem das nicht so ergehen. Hinter dieser Verwerfung stecken schlichte Unkenntnis der Inhalte und Geschichte, postkoloniale westzentrierte Hybris und nicht zuletzt eine Diskreditierung durch allzu krude Blüten der westlichen Esoterik, die dem Ansehen der östlichen Lehren allgemein geschadet hat. Das war hier nicht immer so: Schon Goethe lernte Sanskrit, es gehörte zum Bildungskanon von Gymnasial-Lehrern, neben Latein und Altgriechisch auch Sanskrit zu beherrschen. Über die Seidenstraßen und den römischen Seehandel kam viel mehr Geistesgut aus dem fernen Osten zu uns, als uns bewusst ist, und hat maßgeblich auch christliches Kulturgut beeinflusst.

 

Buddhismus ist so viel mehr als bloß irgendein antikes Denken. Er ist ein Weg zur Freiheit - aus „selbst-bewirkter Unmündigkeit“, wie Immanuel Kant das Grund-Dilemma des Menschen formulierte.  Er ist ein Trainingsweg, der zu Erkenntnis führt, zur Quelle, die den inneren geistigen Durst endgültig zu stillen vermag. Wer sucht, wird finden.  Hat Buddhismus Schattenseiten? Die Lehre selbst hat keine, aber in den Jahrtausenden seiner Entwicklung und Erweiterung haben sich viele Schlacken gebildet, und sie bilden sich noch. Darunter immer auch Versuche von Einzelnen, das allgemeine Ansehen der Lehre und derjenigen, die mit ihr zu leuchtenden Persönlichkeiten wurden, für egoistischen persönlichen Geltungsdrang zu missbrauchen. Gerade hier im Westen sind seriöse, authentische Studienmöglichkeiten für Buddhismus rar. Selbsternannte Pseudo-Institutionen dagegen nehmen breiten Raum ein. Wie kann man sich als Interessierter da orientieren? Niemals das eigene Urteilsvermögen, die eigene Souveränität und Verantwortung für das eigene Leben aufgeben. Alles was eng, exklusiv, restriktiv und intolerant daherkommt, ist kein Buddhismus. Die buddhistische Lehre ist durch Weite, liebevolle Güte und gelassene Weisheit gekennzeichnet. Jegliche Form von Bevormundung, das Schüren von Angst oder Erzeugen von Druck sind ihr fremd. Buddhismus ist eine Studien- und Wissens-Religion, deren Inhalte durch Alltagsverhalten und Meditation sich in der Praxis bewähren müssen. Es braucht zwar Selbst-Disziplin, aber der Weg zur Freiheit führt über selbstbewusstes Vertrauen, nicht über blinden Gehorsam. Intelligente Skepsis ist ein unverzichtbares geistiges Instrument zur Erkenntnis, solange sie mit Offenheit gepaart ist. Es gilt im wissenschaftlichen Sinne zu prüfen, und es heißt:

„Jedes wahr gesprochene Wort ist Buddha-Wort“…